00:00:00: Ja, es gibt Songs bei denen man denkt.
00:00:02: Da sitzt bestimmt jemand wochenlang im Studio, tüftelt am perfekten Referent, plant die Single und sagt irgendwann genau damit werden wir berühmt!
00:00:10: Bei unserer heutigen Rockhünde läuft das ein bisschen anders.
00:00:13: Die Grundidee entstand ausgerechnet nach einem Auftritt der so schlecht läuft dass in der Garderobe anschließend erst einmal ziemlich miese Stimmung herrscht.
00:00:22: Ich bin Taki Knackstedt
00:00:23: Und ich bin Benny Zinke und heute geht's um All Right Now von Free.
00:00:41: Ja, die Band selbst hält das Ergebnis zunächst gar nicht für ihr großes Meisterstück.
00:00:46: Er für eine leichte einfach mal so daherkommende schnelle Nummer.
00:00:50: und wenn man Andy Frazier Paul Rogers und Simon Kirk jahre später fragt wie der Song denn genau entsteht Dann stimmen Sie beim Kern der Geschichte überein.
00:00:59: aber eben nicht bei jedem Detail.
00:01:01: Wer zuerst die entscheidende Phrase sagt, wie viele Leute bei diesem legendär schlechten Konzert im Saal stehen und wie viele Takes später im Studio entstehen?
00:01:09: Das klären wir jetzt mal hier zur Beginn der Folge!
00:01:11: Ja erstmal die Eckdaten würde ich sagen.
00:01:13: All Right Now erscheint im Mai, die Single läuft ungefähr vier Minuten vierzehn.
00:01:18: auf dem Album gibt es aber die deutlich längere Fassung mit rund fünf eineinhalb Minuten.
00:01:22: geschrieben ist das Stück von Bassist Andy Fraser und Sänger Paul Rogers.
00:01:26: Die Platte heißt Fire and Water.
00:01:28: Er scheint dann im Juni und ist auch Freese dritte Studio Album.
00:01:33: Das ist wichtig, weil Freed zu diesem Zeitpunkt eben noch keine riesige Hitband sind.
00:01:39: sozusagen die ersten beiden Alben schaffen es laut der offiziellen Band Historien nicht.
00:01:43: in die Charts.
00:01:44: Fire and Water verändert das eben komplett.
00:01:46: Platz zwei in den britischen Album Charts Platz siebzehn in den USA.
00:01:50: da gucken wir aber später nochmal genauer drauf.
00:01:52: ja wir kümmern uns jetzt erstmal um die Besetzung.
00:01:54: viele Namen sind schon gefallen und die besetzungen bisschen prototypisch für eine kleine schlanke Rockband.
00:02:01: Paul Reuter singt, Paul Kossoff spielt Gitarre Andy Frazier Bass und teilweise auch ein bisschen Piano und Simon Kirk der sitzt an den Drums.
00:02:09: Und obwohl das Sound insgesamt ziemlich groß wirkt ist genau so ein bisschen dieses reduzierte Ein Schlüssel zur ganzen Aufnahme.
00:02:17: und jetzt kommen wir mal zu diesem Du hast ihn schon angesprochen schlechten Gig.
00:02:21: Ja Wir befinden uns Ende der sechziger unter spielen free einen College-Auftritt im Norden Englans.
00:02:27: Andy Frazier sagt später mal dazu, Durham ein verregneter Wochentag.
00:02:31: Ein Saal für ungefähr zweitausend Menschen und vielleicht so dreißig Zuschauer waren da.
00:02:38: Ja aber jeder hat mal klein angefangen.
00:02:39: In einer anderen Erinnerung spricht er von dann nur noch so zwanzig Leuten.
00:02:43: also es sind dann in seiner Erinnerungen immer noch weniger geworden.
00:02:46: die genaue Zahl ist aber nicht so das entscheidende.
00:02:48: entscheidend ist Die Stimmung funktioniert überhaupt nicht weil jeder von uns war ja schon Mal auf Konzerten wo auch vielleicht nur eine Hand vor Leute da war.
00:02:56: Trotzdem ging irgendwie so ein bisschen was ab.
00:02:59: Ja!
00:02:59: So eine gewisse Energie, die irgendwie ins Publikum... Aber da?
00:03:02: Ich kann dir aber mal sagen, ich hab ja selber in der Rockband gespielt, in einer eigenen... Wer
00:03:07: kennst du nicht?
00:03:07: Sag den Namen noch mal Taggy.
00:03:08: Chacy Lane.
00:03:09: Ja
00:03:10: natürlich.
00:03:10: Dir, Chacie Lane hat die Blattwand-Gänge sogar extra ein Lied für euch geschrieben.
00:03:13: Ja,
00:03:14: wahrscheinlich nicht für uns, das war ja ne Pornodacht.
00:03:16: Ja ich weiß, das wollte ich jetzt nicht
00:03:17: so.
00:03:17: Aber was ich sagen wollte wir haben mir auch damals im Teenageralter angefangen und auch wir haben überall gespielt.
00:03:23: Das heißt egal auf was vom Dorf fest oder auf was beim Stadtfest Hauptsache spielen, spielen, aber wir hatten einen Auftritt.
00:03:30: Da war ungelogen meine Oma und die Technik also der FOH hinten.
00:03:36: Der Bierpilz?
00:03:37: Dann standen zwei Leute im Bierpiltz, der FOH, da standen drei Leute in meiner Oma.
00:03:42: Und das wars es ist kein Scheiß, kein Scherz!
00:03:44: Und dann standen wir da ja gut.
00:03:46: Wir mussten jetzt spielen.
00:03:47: Wir waren die erste Band an dem Tag.
00:03:49: Das hat sich so ein bisschen über den Tagabend gezogen Und war eine gute Probe.
00:03:54: Ja, das wollte ich grad sagen!
00:03:55: Meine Oma hat sich gefreut, aber im Endeffekt dachte sie sich wahrscheinlich auch... Was ist das
00:03:59: hier?
00:03:59: Profis ziehen durchtage ich.
00:04:01: Ich
00:04:01: hab'
00:04:02: ja auch schon mal erzählt.
00:04:03: Scheiß
00:04:03: egal ob vor zwei, zwanzig oder zweihunderttausend.
00:04:06: Du
00:04:06: meine erste Radiobobmoderation auf der Bühne war vor sechs Leuten.
00:04:09: Da musst du auch durchziehen.
00:04:10: Na ja gut bei Free waren's vielleicht zwanziger.
00:04:12: Wir sind vom Thema abgekommen.
00:04:13: Aber Energie, die vorhanden es oder nicht, aber es funktionierte überhaupt nicht, haben wir gesagt.
00:04:20: Die Stimmung, die war eigentlich völlig im Keller.
00:04:21: Genau und Free haben auch zu dieser Zeit eher so ein praktisches Problem.
00:04:26: Ihre Musik ist blusig, oft eher im mittleren Tempo.
00:04:29: live funktioniert besonders gut der Song The Hunter also ein Stück aus dem Albert King Repertoire.
00:04:36: Paul Rogers stört das ausgerechnet ein fremder Song Der sozusagen sichere Höhepunkt des Sets ist.
00:04:42: er will einen eigenen Titel der danach funktioniert einen klaren Refrain hat und bei dem das Publikum eben sofort mitgehen kann.
00:04:49: Wir haben ganz zu Beginn der Folge gesagt, dass wir in dieser Garderobe sitzen nach dem Konzert.
00:04:55: Und die Stimmung ist eher so ein bisschen auf einem negativen Punkt, auf einen negatifen Höhepunkt.
00:04:59: Frazier versucht nach eigener Erinnerung, die Stimmungen so ein bißchen aufzulockern und beginnt mit der Phrase aus der dann tatsächlich der Refrain wird?
00:05:06: Die anderen klopfen mit also gehen da mit und plötzlich isst er eine Idee.
00:05:11: Frazer setzt sich ans Klavier und baut die Akkorde.
00:05:13: Er sagt später, er versuchet dabei im Grunde seine Pitouncent-Impressionen, also diese großen ritmischen Akkord wie man sie von The Who kennt, so'n bisschen nachzuempfinden.
00:05:22: Ja das finde ich interessant weil Wir den Riff heute ja komplett mit Paul Kossoffs Gitarre verbinden.
00:05:28: Aber Fraser sagt ja ausdrücklich, die Idee entsteht am Klavier und Kossof überträgt sie anschließend auf die Gitarren.
00:05:34: Die Akkordarbeit dauert nach seiner Erinnerung nur zehn bis fünfzehn Minuten.
00:05:39: Rodgers schreibt die Strophen später, während er auf die Abholung zum nächsten Auftritt wartet.
00:05:45: Und hier kommt so eine dieser kleinen Widersprüche.
00:05:47: Frasier erinnert sich sehr deutlich daran dass er mit dem Refrain anfängt.
00:05:51: Rodgers erzählt die Geschichte stärker aus seiner Perspektive.
00:05:54: Er fordert einen Song der Verhunter im Set ablösen kann Mit einem simplen Refrain fürs Publikum.
00:06:00: Simon Kirk sagte sinngemäß er möchte gar nicht entscheiden welcher von beiden zuerst auf die Wörter kommt.
00:06:06: historisch sauber ist es deshalb denn und Rogers entwickeln das Stück gemeinsam.
00:06:11: Und wer jetzt am Ende die Initialzündung sprachlich zuerst abgeliefert hat, das wissen wir nicht.
00:06:16: Das bleibt einfach strittig!
00:06:17: Ja und ziemlich schnell merken sie dass der Song live etwas macht was ihn vorher fehlt.
00:06:23: Rogers erinnert sich, dass Sie eine frühe Fassung in einem Club spielen.
00:06:27: Am Ende des Abends fragt er nach Wünschen und Leute wollen genau den neuen Song vom Anfang noch einmal hören.
00:06:33: also für Rodgers ist das der Moment in dem dann klar wird hey hier passiert gerade etwas Dann geht's auch!
00:06:38: direkt ins Studio.
00:06:39: Die Sessions zu Fire & Water laufen zwischen Januar und Juni-Ninzehn-Siebzig in London, unter anderem bei Island Records und in den Trident Studios.
00:06:47: aufgenommen wird nicht als klinisch perfektes Studiokonstrukt sage ich mal sondern sehr stark als Band Performance.
00:06:55: Wir haben ja auch ein cooles Gefühl wenn du dann Song ausprobierst und die Leute sagen hey spielt den noch mal vom Rufen an.
00:07:00: da merkste so geil.
00:07:01: wir haben nicht alles falsch gemacht.
00:07:03: Ja Kirk spricht in dem Interview von ungefähr einem Dutzend Versuchen inklusive natürlich auch der klassischen Fehl.
00:07:08: Sie gehören dazu.
00:07:09: Danach nimmt Paul Kostoff sein Gitarrensolo als sogenanntes Overdub auf, also ein Overdubbiss... ebenso technisch das nachträglich hinzufügen einer neuen Tonspur zu eine bereits bestehenden Audioaufnahme.
00:07:22: Ganz klassisch wird heute noch im Studio so gemacht und Kirk erinnert sich auch daran, dass die anderen währenddessen im Kontrollraum stehen und ihn anfeuern und nach dem Gesang kommen dann zusätzlich die Percussion-Spuren dazu.
00:07:35: und ganz am Ende der langen Albumfassung da erzeugen Fraser und Kirk zusätzlich sogar noch tiefe Arthöhne über die Fußpedale einer Hammond Orgel.
00:07:47: Das ist so ein Detail, dass man beim nächsten Hören auch wirklich suchen kann.
00:07:51: Und noch wichtiger ist das Thema Platz.
00:07:53: also Andy Fraser erklärt später mal, dass er in Teilen der Strophe absichtlich gar kein Bass spielt und ich muss ganz ehrlich sagen Ich habe mir den Song im Nachgang jetzt auch nochmal angehört und das merkt man direkt.
00:08:05: Also dadurch wirkt eben Kostoff's Gitarre größer und wenn der Bass wieder einsetzt wirkt auch der Bass grösser!
00:08:10: Das ist beinahe das Gegenteil von geh mehr Spuren.
00:08:14: Ja, die Band will die Nummer zunächst trotzdem nicht unbedingt als Single.
00:08:18: Frasier sagt sie halten Sie eher für einen unkomplizierten Abtempo-Song Free verstehen sich als ziemlich ernsthafte junge Musiker und sehen andere Stücke wie zum Beispiel auch Heavy Load als Aussagekräftige an.
00:08:30: Dann kommt aber ein gewisser Chris Blackwell der Island Records gegründet hat und managt auch die Band Free Und er hört die Aufnahme und ist überzeugt und sagt sofort Leute Hallo, das ist ein Hit.
00:08:43: Ja und auch Blackwell ist es der sich für eine kürzere Single-Fassung durchsetzt.
00:08:47: die Albumversion habe ich ja schon gesagt geht über fünf Minuten für die Single wird gekürzt.
00:08:52: eben Körke erinnert sich dass die Band zunächst dagegen hält weil sie die komplette Fassung erhalten will.
00:08:58: Die Lösung die kurze Version geht an Radio und Singles Markt und die lange bleibt auf dem Album Fire and Water.
00:09:04: Und wir gucken uns jetzt auch mal den Text so ein bisschen an, das wollen wir nicht auslassen.
00:09:08: da sollte man nicht nach einer großen was-was ich gereim politischen Botschaft suchen.
00:09:13: Fraser nennt die Geschichte selbst Pure Fantasy also im Kern beobachten wie einen Mann der eine Frau auf der Straße anspricht mit ihr so'n bisschen flirtet und versucht die Begegnung weiterzuführen.
00:09:24: Die Frau bleibt dabei aber nicht völlig passiv sondern stellt seine Absichten in Frage.
00:09:29: ja
00:09:29: Ja, interessant ist noch eine späte Erinnerung von Paul Rogers.
00:09:32: Er sagt nämlich dass er eine Begegnung in London möglicherweise das Bild am Anfang des Textes ausgelöst hat.
00:09:39: Rogers sieht in der Gegend um die Oxford Street herum die Schauspielerin und Sängerin Marsha Hunt.
00:09:45: Die war damals unter anderem sehr bekannt durch das Musical Hair und es sagt ausdrücklich sie könne die Idee ausgelösst haben.
00:09:53: Das ist also kein hundertprozentig belegtes, der Song handelt von marscher Hand.
00:09:58: Sondern es ist so möglicherweise eine visuelle Inspiration für die erste Szene.
00:10:02: oder er will einfach nicht so richtig jetzt komplett zugeben dass er schon ein bisschen scharf aus geht.
00:10:05: Weiß man nicht.
00:10:07: Ja, also der Text selbst lebt dann vor allem davon dass er direkt auf diesen riesigen Refrain zuläuft und Rotters beschreibt genau das als Ziel.
00:10:16: etwas einfaches dass ein Publikum eben sofort versteht und auch mit singen kann easy peasy.
00:10:20: Dann kommt die Veröffentlichung und Chris Blackwell.
00:10:23: wir erinnern uns Der Manager hat recht in Großbritannien steigt All right now Anfang Juni in die Charts einspringt innerhalb weniger Wochen in die Top five Und steht ab Anfang Juli auf Platz zwei.
00:10:34: und da bleibt der Song nicht eine Woche so sondern ganze fünf Wochen hintereinander.
00:10:38: International?
00:10:39: sieht es tatsächlich ähnlich aus.
00:10:41: In den USA erreicht die Single Platz vier, Deutschland Platz fünf, Schweiz Platz vier Österreich Platz sechs und so weiter.
00:10:48: und sofort also in Deutschland landet sich zum Beispiel am Jahresende sogar auf Rang neunzehn der erfolgreichsten Singles des Jahres neunundhundertsiebzig.
00:10:55: Also für eine Band deren erste beiden Alben überhaupt nicht scharteten ist das so ein ziemlich cooler und abrupter Wechsel.
00:11:02: auf jeden Fall Hören wir
00:11:03: doch mal rein was Simon Kirk dazu selber im Otton gesagt hat
00:11:06: Und es war uns alle über die Überraschungen.
00:11:09: Ich erinnere mich an Island Records, wenn ich in meinem kleinen Apartment bin.
00:11:14: Also musst du jetzt nach Hause kommen.
00:11:17: Ich habe gesagt, ja, es ist like eleven Uhr am Morgen.
00:11:19: Ich gehe nur aus dem Bett.
00:11:20: Was ist das?
00:11:20: Wir sind ein Auto zu senden!
00:11:21: Ich dachte, wow, ihr seid ein Auto?
00:11:23: Du weißt schon, dass ich mit einem Bus oder eine Subway gehen würde.
00:11:25: Wir haben einen Auto zu Senden.
00:11:27: Denn es ging von like eighty-neinem bis Nummer vier.
00:11:33: In der Englisch Hundert.
00:11:36: Ihr habt auf die Hand geklappt.
00:11:38: So, ja.
00:11:38: Es ist niemals die Nummer eine.
00:11:40: Aber ich muss sagen, es ist ein tolles Spiel!
00:11:43: Ja und wie nachhaltig er ist, das werden wir jetzt merken wenn man es mal anschauen.
00:11:47: Dass er einfach nicht wieder verschwinden will.
00:11:49: In drei Jahren kommt der Song in Großbritannien noch einmal bis auf Platz fünfzehn dann neun Jahre später.
00:11:54: Wir sind in den achtzigeren.
00:11:56: Zweiundachzig, da schaffte eine weitere Wiederveröffentlichung und also wird nochmal neu rausgebracht.
00:12:01: Platz siebenundfünfzig.
00:12:03: Einenundneinzig gibt's nochmal den ich keine Ahnung.
00:12:06: dritten großen Frühling Bob Clear Mountain.
00:12:09: Er remixt das Stück und diese Fassung erreicht dann so Platz acht.
00:12:14: und ja auch bei einem amerikanischen Kaugubi Hersteller, den wir sehr gut kennen.
00:12:18: Wir nennen ihn jetzt einfach mal Rickles.
00:12:21: Da trägt er auf jeden Fall zur Aufmerksamkeit bei und wird eben richtig nochmal populär.
00:12:25: also durch die Jahrzehnte, siebziger, achtziger, neunziger immer wieder free all right now!
00:12:29: Total,
00:12:29: fast ein bisschen absurd.
00:12:30: Also ein Song den die Band anfangs eher für ein kleines Leichtgewicht hält landet mehr als zwanzig Jahre nach seiner Entstehung noch mal in den britischen Topten und entwickelt ein wirklich langes Nachleben Und man kennt das ja von vielen Songs dass sie irgendwann Jahrzehnte später nochmal irgendwie auftauchen sei es wirklich in der Werbung oder nochmal mit einem Remake Mit nem Mix fiel ich cool.
00:12:51: Ja absolut!
00:12:53: Fühl ich cool!
00:12:56: Ja, und auch im Film zum Beispiel funktioniert das Song.
00:12:59: Ein besonderes Bekanntes Beispiel ist zum Beispiel American Beauty ja?
00:13:03: Und natürlich wird das Ding auch gecovert.
00:13:05: Rod Stewart z.B.
00:13:06: nimmt All Right Now, vierundachtzig auf.
00:13:09: später spielt Paul Rogers den Song auch gemeinsam mit Queen auf Return of the Champions und wird damit gewissermaßen zum Bindeglied auch zwischen seiner Free Vergangenheit und zu seiner Zeit mit Queen.
00:13:20: Paul Rogers hat ja mal ein bisschen bei Queen mitgemacht.
00:13:23: Jo, der Song macht free international also groß.
00:13:26: Aber wie wir es oft zu haben dieser riesige Erfolg verändert auch die Erwartungen an die Band selbst.
00:13:31: Simon Kirk bezeichnet All Right Now später mal so als eine Art Lass kann man sagen.
00:13:36: und plötzlich erwarten alle und die Band Selbst natürlich auch einen Nachfolge auf dem selben Niveau.
00:13:41: Roger sagt später Der Titel habe Free in Amerika den Durchbruch gebracht aber die Band könne diesen Moment nicht richtig nutzen weil sie sogar kurz darauf auseinandergehen.
00:13:51: Ja, man sollte dabei eben nicht behaupten ein einzelner Song löst free-of.
00:13:56: die Geschichte der Band und besonders auch Pauls persönliche Probleme sind wesentlich komplizierter aber Mitglieder der Band selbst beschreiben den Erwartungsdruck nach All Right Now ausdrücklich als einen Faktor.
00:14:07: Hört man ja oft.
00:14:10: Und damit lösen sich eigentlich unsere drei Punkte vom Anfang auf.
00:14:13: erstens.
00:14:14: Einer der bekanntesten Rockreferences der Siebziger beginnt Miserablen auftritt.
00:14:19: Zweitens, die Musiker selbst halten den Song zunächst nicht für ihre wichtigste Komposition.
00:14:24: Chris Blackwell sieht das anders und bekommt recht.
00:14:26: Und drittens, selbst die Menschen, die im Raum stehen erzählen Jahrzehnte später nicht jeder Einzelheit identisch.
00:14:32: Was aber in fast allen Versionen dann doch konstant bleibt?
00:14:35: Das ist der Zweck des Songs!
00:14:36: Free brauchen etwas Direktes ein Song, der das Publikum körperlich erreicht, bei dem die Leute aufstehen und der eben im Konzert live sofort funktioniert.
00:14:46: Und genau dieser scheinbar einfache Auftrag produziert das Stück, dass länger lebt als die ursprüngliche Bandbesetzung selbst.
00:14:53: Und vielleicht ist alright now deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass eben musikalische Einfachheit nicht dasselbe ist wie Beliebigkeit Ziemlich viel Disziplin.
00:15:03: Fraser lässt Platz, Kirk hält den Groove Stabil Kossoff macht aus wenigen Akkorden einen unverwechselbaren Gitarrensound und Rogers baut eben alles um ein Referent, den man nach einmal hören auch direkt
00:15:15: versteht.".
00:15:15: Ja
00:15:16: definitiv!
00:15:16: Wir halten mal fest, würde ich sagen, aus einer Nummer die die Band selbst erst für eine Art Nebenprodukt hält wird also genau das Gegenteil – Freeze-Erkennungsmelodie und ein Song eben, der in den ersten Jahren funktioniert.
00:15:32: Und mehr als fünf Jahrzehnte später immer noch auf Bühnen und im Radio auftaucht – zurecht!
00:15:37: In unserem Rock-Hymnend Podcast gelandet.
00:15:43: Und die geballte Ladung an Rock-Songs
00:15:53: gibt's nonstop
00:15:54: in den über sechzig Rockstreams.
00:15:57: In der
00:15:57: App und auf radiobob.de.
00:16:00: Radio Bob,
00:16:01: Deutschlands
00:16:02: Rockradio.